Prozess: Autofahrer mit Machete bedroht und ausgeraubt?

Prozess: Autofahrer mit Machete bedroht und ausgeraubt?

Weil er einen Autofahrer mit einer Machete bedroht und ausgeraubt haben soll, muss sich ein 37-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.

Er habe die Tür eines gerade haltenden Fahrzeugs geöffnet und sich auf den Beifahrersitz gesetzt, heißt es in der am Dienstag (14. Juli 2020) zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Mit einer vorgehaltenen Machete habe er bei dem Vorfall im März 2020 im Stadtteil Kreuzberg die Herausgabe von 100 Euro verlangt. Der Angeklagte erklärte über seinen Verteidiger, aus seiner Sicht sei er in gegenseitigem Einverständnis in das Auto eingestiegen.

Täter erbeutete rund 60 Euro

Der 36-jährige Autofahrer sagte als erster Zeuge, er habe damals kurz angehalten, um eine Handy-Nachricht zu schreiben. Unvermittelt habe der Angeklagte die Autotür aufgerissen und ihn unter Todesdrohungen gezwungen, loszufahren. Mehrfach habe der ihm Fremde Stichbewegungen in seine Richtung gemacht. Als er in einer Parklücke anhalten sollte, habe er aus dem Wagen entkommen können, so der 36-Jährige. Rund 60 Euro habe der Täter erbeutet.

Angeklagter wurde zwei Tage nach Überfall festgenommen

Der Angeklagte, der keinen festen Wohnsitz hatte, war zwei Tage nach dem mutmaßlichen Raubüberfall festgenommen worden. Damals soll er erklärt haben, dass er den Autofahrer für einen möglichen Kunden für Drogen oder sexuelle Gefälligkeiten gehalten habe. Der Prozess wegen räuberischen Angriffs auf einen Kraftfahrer und schwerer räuberischer Erpressung wird am 17. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Juli 2020 15:04 Uhr

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