Sieben Schüsse vor Café in Schöneberg: Angeklagter schweigt

Sieben Schüsse vor Café in Schöneberg: Angeklagter schweigt

Nach einer Schlägerei soll ein 38-Jähriger vor einem Café in Schöneberg mit einer Pistole sieben Mal in die Luft geschossen haben. Knapp fünf Monate nach seiner Festnahme muss sich der vorbestrafte Mann vor dem Landgericht der Hauptstadt verantworten.

Richterhammer aus Holz

© dpa

Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer.

Ihm werden insgesamt neun mutmaßliche Taten zur Last gelegt. Der Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn am Montag, sein Mandant werde sich derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Angeklagte stand nach einer verbüßten mehrjährigen Haftstrafe unter Führungsaufsicht der Polizei, als er im August 2019 mit einem bislang unbekannten Komplizen einen Mann vor einer Bar geschlagen und Geld von dem Attackierten verlangt haben soll. Das Opfer habe in ein Fahrzeug einsteigen müssen und sei weiter geschlagen worden, so die Anklage. Letztlich habe der 38-Jährige einen goldenen Ring erpresst. Im November sei es im Anschluss an einen Angriff auf einen Mann zu den Schüssen vor einem Café gekommen, so die Anklage.

Angeklagter stammt vermutlich aus dem Clan-Milieu

Der 38-Jährige soll zudem in einem Geschäft eine Lederjacke im Wert von 4900 Euro gestohlen haben. Ihm werden außerdem mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Verstöße gegen Weisungen der Führungsaufsicht zur Last gelegt. Der Angeklagte werde dem Clan-Milieu zugeordnet, hieß es am Rande des Prozesses. Die Verhandlung wird am 22. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Juli 2020 15:51 Uhr

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