Zehn Räubüberfälle auf Geschäfte: Ein Angeklagter gesteht

Zehn Räubüberfälle auf Geschäfte: Ein Angeklagter gesteht

Weil sie für eine Serie von Raubüberfällen auf Restaurants, Supermärkte und ein Hotel in Berlin verantwortlich sein sollen, stehen zwei Angeklagte vor dem Landgericht. Ein 26-Jähriger hat zu Prozessbeginn am Montag gestanden. Dagegen erklärte der 20 Jahre alte Mitangeklagte über seinen Verteidiger, er habe mit den Taten nichts zu tun. Die Staatsanwaltschaft geht von zehn Fällen innerhalb von knapp zwei Wochen aus. In sechs Fällen sei es allerdings bei einem Versuch geblieben.

Im Januar 2020 hätten die Angeklagten den Plan gefasst, Überfälle zu begehen, so die Staatsanwältin. Während der 20-Jährige demnach das Fluchtauto fahren und die Umgebung absichern sollte, habe der 26-Jährige maskiert Geschäfte betreten und unter Vorhalt einer Schusswaffe Geld gefordert. Die Serie habe mit einem Überfall auf ein Restaurant in Berlin-Neukölln begonnen. Als der bedrohte Zeuge wiederholt erklärt habe, dass er kein Geld besitze, habe der 26-Jährige das Lokal verlassen. Kurz darauf sei er bei einem Überfall auf einen Markt von einem Mitarbeiter vertrieben worden. Insgesamt hätten die Angeklagten zwischen 1700 und 1900 Euro erbeutet.
Der 26-Jährige erklärte, während seines Studiums habe er mit dem Konsum von Rauschgift begonnen. «Die Drogen sind der Grund für die Straftaten, die allesamt zutreffen.» Er habe nach dem Abbruch seines Architekturstudiums zunächst einen Job gefunden. Die Finanzierung der Drogen habe jedoch zu Schulden geführt. Er und der Mitangeklagte hätten die Idee mit den Überfällen gehabt. «Die Schreckschusspistole stammt von ihm.» Der Prozess um schwere räuberische Erpressung wird am 26. Juni fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juni 2020 15:01 Uhr

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