Clanchef zu knapp 15 000 Euro Strafe verurteilt

Clanchef zu knapp 15 000 Euro Strafe verurteilt

Ein Chef eines bekannten arabischstämmigen Berliner Clans ist nach einer Auseinandersetzung mit einem Hausmeister zu einer Geldstrafe von 14 850 Euro verurteilt worden.

Justitia-Statue

© dpa

Die Statue der Justitia.

Der 44-Jährige habe sich der Körperverletzung und Bedrohung schuldig gemacht, begründete das Landgericht am Freitag (12. Juni 2020) in einem Berufungsprozess. Der Angeklagte habe den Hausmeister im März 2018 in einem Geschäftshaus geschlagen, ihm zwei Finger schmerzhaft in die Augen gedrückt und ihm einen Kopfstoß versetzt. Der 44-Jährige habe sich aggressiv verhalten. Es erging eine Strafe von 90 Tagessätzen zu je 165 Euro.

Verteidiger plädierte auf Verwarnung, Angeklagter schwieg

Mit der Entscheidung änderte das Landgericht das Urteil der ersten Instanz im Strafausspruch. Das Amtsgericht Tiergarten hatte im Januar 2019 zehn Monaten Haft auf Bewährung verhängt. Dagegen hatte der Clanchef Berufung eingelegt. Im jetzigen Verfahren hatten seine Verteidiger auf eine Verwarnung plädiert. Es sei zu wechselseitigem Fehlverhalten gekommen bei der Auseinandersetzung, erklärten sie unter anderem. Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe von 24 750 Euro (150 Tagessätze zu je 165 Euro). Der nicht vorbestrafte Angeklagte hatte geschwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2020 15:26 Uhr

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