Denkmal für frühere Synagoge mit NS-Zeichen beschmiert

Denkmal für frühere Synagoge mit NS-Zeichen beschmiert

Ein Denkmal in Erinnerung an die frühere Synagoge in der Münchener Straße in Schöneberg ist von Unbekannten mit NS-Zeichen beschmiert worden.

Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht

© dpa

Wie die Berliner Polizei am Mittwoch (13. Mai 2020) mitteilte, hätten Beamte am Vormittag mehrere nationalsozialistische Symbole und ein Monogramm in grüner Farbe auf einem Denkmal vor der Grundschule an der Münchener Straße festgestellt und unkenntlich gemacht. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.
Der Synagoge in der Münchener Str. 37 war 1910 eingeweiht worden. In der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde das jüdische Gotteshaus wahrscheinlich wegen ihrer Lage in einem Wohnhaus weitgehend vor einer Zerstörung verschont. Bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge beschädigt und 1956 abgerissen. Auf dem Grundstück, auf dem die Synagoge stand, befindet sich heute der Schulhof der Löcknitz-Grundschule.
Schöneberg - Bayrisches Viertel
© Franziska Delenk

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. Mai 2020 08:12 Uhr

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