Marihuana unter Melonen: Angeklagter gibt Kurierfahrt zu

Marihuana unter Melonen: Angeklagter gibt Kurierfahrt zu

Versteckt zwischen Paletten von Wassermelonen schmuggelte eine Bande Marihuana aus Spanien nach Deutschland.

Wassermelonen

© dpa

Gegen einen mutmaßlichen Kurierfahrer hat am Mittwoch (22. April 2020) vor dem Berliner Landgericht der Prozess begonnen. Der 56-Jährige gab zu, im Juni 2018 mit einem von ihm gelenkten Lastwagen rund 100 Kilogramm Drogen über Frankreich nach Deutschland transportiert zu haben. In einem weiteren Fall habe er einem anderen Kurier bei dessen Schmuggelfahrt telefonisch Tipps gegeben.
Der aus Rumänien stammende 56-Jährige soll die illegale Fracht laut Anklage zu einer Lagerhalle in Berlin-Spandau gebracht haben. Gesondert verfolgte Hintermänner hätten die Betäubungsmittel in seinem Beisein abgeladen und schließlich an bislang nicht näher bekannte Großabnehmer verteilt. Dem Angeklagten seien für den Transport 10 000 bis 15 000 Euro versprochen worden.
Etwa drei Monate später soll der 56-Jährige einem anderen Lkw-Fahrer, auf dessen Wagen ebenfalls rund 100 Kilogramm Marihuana versteckt waren, telefonisch unterstützt haben. Laut Anklage gab er dem Mann auf dem Weg von Spanien nach Deutschland unter anderem Ratschläge, wie der sich im Fall einer Polizeikontrolle verhalten sollte. Der gesondert verfolgte Kurierfahrer sei schließlich bei einer zollrechtlichen Kontrolle in Köln festgenommen worden. Der Prozess gegen den 56-Jährigen wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln sowie Beihilfe dazu wird am 27. April fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. April 2020 15:20 Uhr

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