Prozess um Messerangriff ausgesetzt

Prozess um Messerangriff ausgesetzt

Vier Monate nach beinahe tödlichen Messerstichen gegen einen 22 Jahre alten Mann in Berlin-Kreuzberg ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter nach kurzer Verhandlung ausgesetzt worden. Der 28-Jährige sei vorübergehend nicht verhandlungsfähig, begründete das Landgericht am Freitag. Es bestehe der Verdacht einer akuten Psychose, hatte zuvor ein mit der Begutachtung des Angeklagten beauftragter Psychiater erklärt.

Justitia

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand.

Der aus Gambia stammende Mann soll in einem Streit mehrfach auf den ihm bekannten 22-Jährigen eingestochen haben. Erst als Zeugen eingegriffen hätten, habe er von weiteren Stichen abgesehen und sein Tötungsvorhaben aufgegeben, heißt es in der Anklage. Der Verletzte habe reanimiert werden müssen. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung.
Der 28-Jährige war zwei Tage nach der Tat festgenommen worden. Der Prozess begann mit etwa zweistündiger Verspätung, weil sich der inhaftierte Angeklagte zunächst nicht vorführen lassen wollte. Auf Antrag der Verteidigerin und nach Befragung des psychiatrischen Gutachters setzte das Gericht den Prozess aus. Vor einem neuen Termin seien weitere Untersuchungen des Angeklagten erforderlich, hieß es.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. April 2020 13:58 Uhr

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