Überfall auf Supermarkt: Fünf junge Männer vor Gericht

Überfall auf Supermarkt: Fünf junge Männer vor Gericht

Weil sie einen Supermarkt in Berlin-Mariendorf überfallen haben sollen, stehen fünf Männer vor dem Landgericht. Zwei 16- und 17-Jährige seien mit einem Schreckschussrevolver und einem Messer bewaffnet in das Geschäft gestürmt, heißt es in der am Donnerstag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Die mutmaßlichen Komplizen im Alter von 24 und 21 Jahren hätten in Tatortnähe in einem Taxi gewartet. Am ersten Verhandlungstag schwiegen die Verdächtigen.

Landgericht Berlin

© dpa

Eingang des Kriminalgerichts Moabit.

Zwei maskierte Räuber waren am Abend des 5. Juni 2019 in den Supermarkt gestürmt. Mit ihren Waffen hätten sie zwei Angestellte bedroht und das Geld aus der Kasse verlangt, so die Anklage. Mit rund 3500 Euro seien die Täter geflohen. Kurz darauf hätten sie eine Sporttasche, in der sich unter anderem die Beute befunden habe, in ein Taxi geworfen und seien zu Fuß geflohen.
Die Flucht endete nach Angaben der Polizei kurze Zeit später. Beamte hätten den Wagen nach Hinweisen von Zeugen gestoppt und die Beute sichergestellt. Im Taxi hätten sich der Fahrer und die drei erwachsenen Angeklagten befunden. Sie befinden sich seit rund vier Monaten in Untersuchungshaft. Auf die Spur der beiden jugendlichen Angeklagten sollen Handy-Aufnahmen eines Zeugen geführt haben.
Mehrere Anwälte kündigten an, dass sich ihre Mandanten möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt äußern werden. Den Angeklagten wird schwere räuberische Erpressung zur Last gelegt. Der Prozess vor einer Jugendstrafkammer, für den zwölf weitere Verhandlungstage vorgesehen sind, wird am 23. April fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. April 2020 16:11 Uhr

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