Brandanschlag in Berlin vor einem Jahr: Neue Hinweise

Brandanschlag in Berlin vor einem Jahr: Neue Hinweise

Seit mehr als einem Jahr wird zu einem Brandanschlag auf eine Berliner Polizeistation ermittelt, doch Täter wurden nicht gefasst. Jetzt seien neue Hinweise eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die Ermittler prüften nun die Relevanz. Zuvor war der Fall am Mittwochabend in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» gezeigt worden. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes.

Laut Polizei hatten Unbekannte in einem gestohlenen Postwagen Zeitungspakete mit 60 Litern Benzin übergossen und den blauen Handwagen direkt vor dem Haupteingang des Polizeigebäudes in der Invalidenstraße Ende Februar 2019 entzündet.
Innerhalb weniger Sekunden habe der Wagen mit Temperaturen von fast 1000 Grad Celsius gebrannt, hieß es. Das Feuer habe auf das Foyer des Gebäudes übergegriffen. Toxische, lebensgefährliche Gase seien entstanden. Danach tauchte nach Angaben von Ermittlern ein Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene auf.
Der Zustellwagen wurde nach bisherigen Erkenntnissen am 26. Februar 2019 zwischen 2.00 und 4.00 Uhr im Stadtteil Moabit gestohlen. Er stand unterhalb der Putlitzbrücke. Zu dem Brand sei es dann nur wenige Kilometer weiter östlich, in der Invalidenstraße 57, nahe dem Hauptbahnhof gekommen.
Nun fragt die Polizei: Wer hat gesehen, wie der Zustellwagen gestohlen wurde? Möglicherweise haben die Täter das Gefährt in ein Fahrzeug verladen. Wer könne etwas zum Verbleib des Wagens vom 26. Februar 2.00 Uhr und 27. Februar 3.50 Uhr machen oder habe Personen gesehen, die gegen 3.45 Uhr in der Nähe des Polizeigebäudes waren?

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. April 2020 15:24 Uhr

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