Kabel angezündet: Linke Gruppe bekennt sich zu Brandstiftung

Kabel angezündet: Linke Gruppe bekennt sich zu Brandstiftung

Nach einem Brandanschlag auf einen Kabelschacht in Berlin prüft der Staatsschutz, ob er die Ermittlungen übernimmt. Das sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Mittwoch (15. April 2020).

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Im Charlottenburg waren am Dienstagmorgen Telekommunikationskabel in einer Baugrube angezündet worden. Wenig später wurde auf der Internetseite «indymedia» ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Darin heißt es, Ziel des Anschlags sei das nahe Heinrich-Hertz-Institut gewesen, das an einer Corona-App arbeite. Mit einer solchen App sollen Infizierte und deren Kontakte schneller nachvollzogen werden können. Die Verfasser sehen darin eine «Aufweichung der Grundrechte».

Polizei überprüft Schreiben auf Echtheit

«indymedia» versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen, die nicht überprüft werden. Nach Anschlägen in Deutschland wurden dort bereits mehrfach vermeintliche Bekennerschreiben aus der militanten linken Szene veröffentlicht, die sich als Fakes erweisen. Der Polizeisprecher sagte, auch das jetzt veröffentlichte Schreiben werde noch auf seine Echtheit geprüft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 08:45 Uhr

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