Geldtransporter-Überfall: Freispruch für dritten Angeklagten

Geldtransporter-Überfall: Freispruch für dritten Angeklagten

Der Prozess um den spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in der Nähe des Alexanderplatzes ist mit einem Freispruch für den dritten Angeklagten beendet worden.

Landgericht Berlin

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Nach Gefängnisstrafen für zwei Männer habe das Landgericht am Dienstag (14. April 2020) im Fall eines 38-Jährigen entschieden, dass kein Tatnachweis möglich sei, sagte eine Gerichtssprecherin. Auch die Staatsanwaltschaft habe zuvor nach rund siebenmonatiger Verhandlung auf Freispruch plädiert.
Im morgendlichen Berufsverkehr war am 19. Oktober 2018 der Geldtransporter in Mitte von zwei Fahrzeugen ausgebremst, eingekeilt und zum Anhalten gezwungen worden. Mehrere maskierte Männer sprangen den Ermittlungen zufolge aus den Autos. Sie sollen die Besatzung des Transporters mit vollautomatischen Gewehren in Schach gehalten und mit Spezialwerkzeug die gepanzerte Hecktür aufgebrochen haben. Wegen des schnellen Eingreifens der Polizei hätten die Täter den Überfall jedoch überstürzt abgebrochen, die Flucht ergriffen und die Millionenbeute verloren.
Das Landgericht hatte bereits im Dezember gegen einen 34-jährigen Angeklagten wegen schweren Raubes eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verhängt. Gegen einen 33-Jährigen war wegen Beihilfe eine Strafe von zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis ergangen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 08:22 Uhr

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