Bewaffneter Drogenhandel: Knapp vier Jahre Gefängnis

Bewaffneter Drogenhandel: Knapp vier Jahre Gefängnis

Ein 35-Jähriger, der in Berlin-Kreuzberg mit Kokain im Auto gefasst worden war, ist zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann am Montag des bewaffneten Drogenhandels sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig. Knapp 100 Gramm Rauschgift hatten Ermittler in einem Fahrzeug und in der Wohnung des Angeklagten sichergestellt. Zudem seien Waffen, darunter ein scharfer Revolver, entdeckt worden.

Justitia

© dpa

Vor dem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.

Der 35-Jährige war im November 2019 wegen eines Parkverstoßes von Polizisten angesprochen worden. Im Auto des Mannes seien mehrere Mikroreagenzgläser mit Kokain gefunden worden, so die Anklage. Zudem habe er griffbereit im Fahrzeug ein Tierabwehrspray sowie einen Schlagstock und eine Machete gelagert. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung hätten Polizisten weitere knapp 94 Gramm Kokain sowie in einem Tresor eine scharfe Schusswaffe entdeckt.
Nach knapp vier Monaten Untersuchungshaft hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Die Drogen habe er gewinnbringend verkaufen wollen, gab der 35-Jährige über seine beiden Anwälte zu. Die scharfe Waffe habe er sich zu seinem Schutz verschafft.
Gegen Meldeauflagen wurde der Angeklagte vom weiteren Vollzug der Untersuchungshaft verschont. Mit dem Urteil folgten die Richter im Wesentlichen dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidiger hatten auf drei Jahre Haft plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. März 2020 13:51 Uhr

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