Gewerkschaft der Polizei kritisiert Goldmünzen-Urteil

Gewerkschaft der Polizei kritisiert Goldmünzen-Urteil

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat das Urteil im Goldmünzen-Prozess als zu niedrig kritisiert.

Polizei Berlin

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«Leider hat es das Landgericht verpasst, eine klare Botschaft auszusenden», teilte der GdP-Landesvorsitzende Norbert Cioma am Donnerstag mit. Die «uneinsichtigen Täter» seien «letztlich glimpflich davonkommen, einer sogar komplett». Bei fast vier Millionen Euro Beute und dem Respekt durch diesen Coup innerhalb der kriminellen Szene sei das für die Täter «durchaus verschmerzbar».
Zwei Cousins, die zu einem bekannten arabischstämmigen Clan gehören, wurden am Donnerstag (20. Februar 2020) zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Bruder des 21-Jährigen wurde freigesprochen. Ein junger Wachmann aus dem Museum erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten.
Die GdP erklärte: «Der Tag hat uns einmal mehr vor Augen geführt, dass die bisherigen gesetzlichen Möglichkeiten im Kampf gegen die organisierte Kriminalität nicht ausreichen.» Nötig sei die sogenannte Beweislastumkehr bei der Einziehung von Vermögen und eine einfachere Telefonüberwachung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Februar 2020 16:11 Uhr

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