Unfall bei Hochzeits-Autokorso: Angeklagter schweigt

Unfall bei Hochzeits-Autokorso: Angeklagter schweigt

Weil er als Teilnehmer eines Hochzeits-Autokorsos mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und einen Unfall verursacht haben soll, muss sich ein 21-Jähriger vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten verantworten.

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia

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Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.

Der Angeklagte soll bei dem Geschehen im April 2019 nach mehreren riskanten Fahrmanövern die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Eine damals 52-jährige Autofahrerin wurde laut Anklage leicht verletzt. Zu Prozessbeginn am 28. Januar 2020 hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen.

Angeklagter sei Schlangenlinien gefahren

Der Mann soll mit seinem Wagen als Teil einer Hochzeitsgesellschaft im Stadtteil Tiergarten unterwegs gewesen sein. Zunächst hätten einige Teilnehmer den folgenden Fahrzeugverkehr ausgebremst, indem sie drei der vier Fahrstreifen nebeneinander langsam befuhren, heißt es in der Anklage. Der 21-Jährige habe seinen Pkw dann beschleunigt, um den Korso rechts zu überholen. Anschließend habe er in kurzen Abständen beschleunigt und gebremst. Zudem sei er über eine längere Strecke Schlangenlinien gefahren.
Der junge Autofahrer habe schließlich die Kontrolle über seinen Wagen verloren, so die Anklage weiter. Er sei über den Mittelstreifen in den Gegenverkehr geschleudert worden. Frontal sei er mit dem Wagen der 52-Jährigen kollidiert.

Prozess wird voraussichtlich am 11. Februar 2020 fortgesetzt

Eine Zeugin sagte, aus dem Wagen, der den Unfall verursachte, seien zwei junge Männer ausgestiegen. Beide seien zu der Fahrerin des gerammten Wagens gegangen und hätten mit ihr gesprochen. Ob der Angeklagte einer dieser Männer war, konnte sie nicht sagen. Der Prozess wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung wird voraussichtlich am 11. Februar 2020 fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. Januar 2020 15:33 Uhr

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