Enkelkinder missbraucht: 81-Jähriger gesteht vor Gericht

Enkelkinder missbraucht: 81-Jähriger gesteht vor Gericht

Ein Großvater, der zwei seiner Enkelkinder über Jahre hinweg missbraucht haben soll, hat vor dem Berliner Landgericht gestanden.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Ihm sei aus heutiger Sicht unverständlich, wie er zu solchen Taten fähig sein konnte, erklärte der pensionierte Polizist zu Prozessbeginn am 27. Januar 2020. Der 81-Jährige gab 30 sexuelle Übergriffe in der Zeit von Oktober 1998 bis Herbst 2003 zu. Die Kinder - ein Mädchen und ein Junge - waren bei den ersten Taten laut Anklage acht beziehungsweise elf Jahre alt.

Großvater habe die Enkelkinder sexuell berührt

Gegen den Pensionär, der sich seit August 1998 im Ruhestand befindet, war nach Justizangaben im März 2015 Strafanzeige erstattet worden. Die beiden Enkelkinder hätten bei der Polizei umfangreich ausgesagt. Im November 2015 wurde Anklage erhoben. In einem Schwimmbad im Stadtteil Lankwitz in Steglitz sei es mehrfach beim Umziehen zu Übergriffen gekommen, so die Staatsanwältin. Zudem habe der Großvater die Enkelkinder in seiner Wohnung in Neukölln sexuell berührt.

«Im Schwimmbad in der Umkleidekabine oder beim Mittagsschlaf»

Der Angeklagte erklärte weiter, er könne sich an Einzelheiten der Taten kaum erinnern, die Vorwürfe seien allerdings zutreffend. «Es hat sich einfach so ergeben – im Schwimmbad in der Umkleidekabine oder beim Mittagsschlaf». Der Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wird am 30. Januar fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. Januar 2020 15:32 Uhr

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