Stieftochter jahrelang missbraucht? Angeklagter schweigt

Stieftochter jahrelang missbraucht? Angeklagter schweigt

Weil er seine kleine Stieftochter über Jahre hinweg missbraucht haben soll, steht ein 54-Jähriger seit dem 3. Dezember 2019 vor dem Berliner Landgericht.

Die Justitia

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Eine Statue der Justitia.

Dem Angeklagten werden 40 mutmaßliche Taten zur Last gelegt. Das Mädchen sei bei den ersten sexuellen Übergriffen sechs Jahre alt gewesen, heißt es in der zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Übergriffe begannen im Sommer 2010

Der Mann habe für die Tochter seiner damaligen Partnerin Erziehungs- und Betreuungsaufgaben übernommen, so die Anklage. Wenn die Mutter des Mädchens ihrer Tätigkeit als Krankenschwester im Schichtdienst nachging, sei er häufig mit dem Kind allein gewesen. Zu ersten Übergriffen sei es im Sommer 2010 in der damaligen Wohnung der Familie in Spandau gekommen. Später habe er die Schülerin im Auto oder in einer Umkleidekabine eines Schwimmbades sowie zuletzt Anfang 2018 «während der arbeitsbedingten Abwesenheit der Mutter» in einem gemeinsam bewohnten Haus missbraucht.

Mutter entdeckte verdächtiges Foto auf dem Handy

Das Verfahren war nach einer Anzeige der Mutter des Mädchens ins Rollen gekommen. Sie soll ein verdächtiges Foto auf dem Handy ihrer Tochter gefunden haben. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Missbrauch von Schutzbefohlenen. Für den Prozess gegen den 54-Jährigen sind drei weitere Tage bis zum 13. Dezember vorgesehen.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 3. Dezember 2019 16:20 Uhr

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