Grütters will Sicherheitskonferenz der Museen einberufen

Grütters will Sicherheitskonferenz der Museen einberufen

Nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden nimmt Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Sicherheit der Museen in den Blick. Zusammen mit dem Deutschen Museumsbund will sie mit Experten auf einer Sicherheitskonferenz darüber beraten, wie Museen ihre Objekte gegen ein derart brutales Vorgehen wie das der Diebe in Dresden schützen können und dabei für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Monika Grütters (CDU)

© dpa

Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, hält eine Rede.

«Ein Museum ist kein Tresor, es wird daher immer ein Restrisiko geben», sagte Grütters am Mittwoch. Es müsse alles unternommen werden, um das Risiko so weit wie möglich zu minimieren. Zum konkreten Termin gab es zunächst keine Informationen. Die Vorbereitungen liefen gerade erst an, hieß es. Grütters widme sich dem Thema «mit Nachdruck».
Zuvor hatte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, angeregt, dass sich «Ermittlungsbehörden wie Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Sicherheitsfachleute der Museen zusammensetzen und beraten, wie darauf reagiert werden kann». Parzinger fordert konkrete Schritte: «Wir sollten eine kleine Taskforce einsetzen, die sich genau darüber Gedanken macht aufgrund dieser ganz spezifischen neuen Gefährdungslage.»
Nach Angaben des Museumsbunds entsprechen die Sicherheitssysteme des Dresdener Schlosses international üblichen Standards und haben den Einbruch sehr schnell aufgedeckt. Es sei dennoch nachvollziehbar, dass sie nun hinterfragt und überprüft werden. Der Museumsbund hatte die Gründung eines Arbeitskreises zu Gebäudemanagement und Sicherheit beschlossen, dem sich bislang 70 Museen angeschlossen haben.
Zwei Unbekannte waren am Montagmorgen in das berühmte Dresdner Museum eingedrungen und hatten Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten gestohlen. Nach Angaben der Ermittler stiegen sie über eines der vergitterten Fenster ins Residenzschloss ein und gingen dann gezielt ins Juwelenzimmer. Ein von der Polizei veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt zwei Einbrecher, die mit Taschenlampen den dunklen Raum betreten und mit einer Axt auf die Vitrine einschlagen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. November 2019 17:09 Uhr

Weitere Polizeimeldungen