Mutmaßliche Rezeptfälscher sollen mehrere Jahre in Haft

Mutmaßliche Rezeptfälscher sollen mehrere Jahre in Haft

Drei mutmaßliche Apothekenrezeptfälscher aus Brandenburg sollen nach dem Willen der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft für mehrere Jahre in Haft.

Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch

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Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch.

Vor dem Amtsgericht Nordhausen hat Oberstaatsanwalt Gert Störmer am 26. November 2019 vier Jahre Haft für einen Apothekenmanager sowie dreieinhalb Jahre Haft für dessen Ehefrau wegen 45 Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs und der Urkundenfälschung beantragt. Eine mitangeklagte pharmazeutisch-technische Assistentin soll zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung sowie 100 Sozialstunden verurteilt werden. Laut Plädoyer wollten die 58 und 61 Jahre alten Angeklagten «auf betrügerische Weise den Bestand ihrer Apotheken retten, die schlecht liefen».

75 000 Euro Schaden bei Krankenkassen und Apotheken

In vierjährigen Ermittlungen sei rund 400 Fällen in mehreren Bundesländern nachgegangen worden: Mit Rezeptfälschungen habe das Trio teure Medikamente erschwindelt und diese dann in den eigenen Apotheken in Brandenburg verkauft, hieß es im Plädoyer. Anschließend seien echte Rezepte bei den Krankenkassen eingereicht worden. Der 58-Jährige sei ein «Intensivtäter», der nach Haftentlassung unter Führungsaufsicht gestellt werden müsse, hieß es. Den Schaden bei Krankenkassen und Apotheken bezifferte die Staatsanwaltschaft auf 75 000 Euro.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. November 2019 16:20 Uhr

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