Staatsanwaltschaft: Anschlagspläne oft erkannt und gestoppt

Staatsanwaltschaft: Anschlagspläne oft erkannt und gestoppt

Terroranschläge werden von Islamisten in Deutschland nach Einschätzung der Berliner Staatsanwaltschaft häufiger geplant, aber eben auch verhindert.

Generalstaatsanwaltschaft Berlin

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Ein Schild mit der Aufschrift «Generalstaatsanwaltschaft Berlin».

«Gott sei Dank gelingt es oft, solche Anschlagspläne frühzeitig zu erkennen und zu stoppen», sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am 19. November 2019 nach der Verhaftung eines terrorverdächtigen 26-jährigen Syrers. Auch in diesem Fall sei das so gewesen. Über den Mann und seinen Austausch in einem Messenger sagte Steltner: «Diese Chat-Gruppierung ist einem gefestigten islamistischen Milieu zuzurechnen und es soll auch entsprechende Nähe zum IS bei dem Beschuldigten bestehen». Und weiter: «Was da ausgetauscht worden ist, war ganz klar mit islamistischem Hintergrund und diente dem Zweck der Vorbereitung von Anschlägen.»
Der Zugriff und die Verhaftung des Mannes seien in Schöneberg erfolgt, sagte Steltner. Nach Angaben aus Polizeikreisen hatte die Spezialeinheit GSG 9 die Wohnung des verdächtigen Mannes am Morgen (19. November) gestürmt. Nun will die Polizei beschlagnahmte Unterlagen und Computer aus der Wohnung des Mannes sichten und auswerten. Der Mann hat laut Steltner eine Ehefrau. Wie lange er schon in Deutschland ist, wurde nicht mitgeteilt. Auch weitere Details, etwa zur Gefährlichkeit des Mannes, wollten die Behörden nicht verraten.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. November 2019 15:41 Uhr

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