Betrug bei teuren Autos? Ex-Geschäftsführer angeklagt

Betrug bei teuren Autos? Ex-Geschäftsführer angeklagt

Weil er als Geschäftsführer einer Berliner Handelsfirma geleistete Anzahlungen für hochwertige Fahrzeuge in die eigene Tasche gesteckt haben soll, steht ein 48-Jähriger vor dem Amtsgericht Tiergarten. Der damalige Unternehmer erklärte am Mittwoch zu Prozessbeginn, er habe mehrfach selbst hohe Anzahlungen geleistet und am Ende sein Geld eingebüßt und kein Fahrzeug bekommen. Dabei habe es sich um begehrte Sondermodelle gehandelt. Mehreren Gläubigern habe er einen Vergleich angeboten mit der Zusage, «es ins Reine zu bringen, wenn es mir finanziell wieder besser geht».

Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.

Der Angeklagte soll unter anderem im Herbst 2016 in drei Fällen Verträge über die Lieferung von besonders begehrten und hochwertigen Fahrzeugen der Marke Porsche abgeschlossen und die jeweiligen Anzahlungen in Höhe von insgesamt 30 000 Euro und 25 000 US-Dollar für sich behalten haben. In allen Fällen habe er wie von Anfang an geplant keine Fahrzeuge geliefert. Die Firma sei bereits seit spätestens Ende 2015 zahlungsunfähig gewesen, so die Anklage.
Zudem soll der 48-Jährige im August 2017 eine Armbanduhr im Wert von knapp 18 000 Euro, die er sich für ein Fotoshooting ausgeliehen habe, nicht zurückgegeben und schließlich für 7000 Euro verpfändet haben. Die Anklage lautet auf Betrug, Insolvenzverschleppung und Unterschlagung. Derzeit verbüßt der studierte Betriebswirt eine Haftstrafe wegen ähnlicher Taten. Die Verhandlung wird am 4. Dezember fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. November 2019 16:36 Uhr

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