Randalierer werfen Steine: Viele Polizisten verletzt

Randalierer werfen Steine: Viele Polizisten verletzt

Wegen mehrerer Demonstrationen und dem Fußball-Lokalderby war die Berliner Polizei am Wochenende im Großeinsatz.

Polizeifahrzeuge bei Demonstration auf der Friedrichstraße

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Polizeifahrzeuge bei einer Demonstration von Kurden auf der Friedrichstraße.

Randalierer griffen in Friedrichshain Polizisten mit Steinen und Flaschen an. Ein Mann, der am späten Samstagabend (02. November 2019) in der Rigaer Straße eine Flasche warf, wurde festgenommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zuvor hatten mehr als tausend Menschen an der Demonstration teilgenommen, die unter anderem den Erhalt von Wohnprojekten der linksalternativen Szene forderte. Während des Protestzuges gab es zwei Festnahmen. 19 Polizisten wurden am Samstag verletzt, 16 von ihnen leicht durch Böller, Flaschen und Steine.
Die Demonstranten waren in Kreuzberg und Neukölln gestartet und nach Friedrichshain gezogen. Sie forderten den Erhalt von Wohnprojekten in einigen früher besetzten Häusern, etwa in der Rigaer Straße 97 und Liebigstraße 34, sowie der Neuköllner Kiezkneipe «Syndikat». Am 15. November steht eine Gerichtsverhandlung an, in der es um das Haus in der Liebigstraße geht.
Während des Großteils der Strecke verlief laut Polizei alles weitgehend friedlich. Einzelne Demonstranten zündeten allerdings Böller an und schossen Silvesterraketen ab. In der Rigaer Straße wurden Polizisten dann aus einem Wohnhaus mit Flaschen beworfen. An einer Baustelle wurde ein Bauzaun eingerissen und zwei private Sicherheitskräfte mit Gegenständen beworfen. Sie blieben unverletzt.
Während und nach der Demonstration wurden laut Polizei weitere Straftaten begangen, die im Zusammenhang zu sehen seien: 10 bis 15 schwarz gekleidete Randalierer warfen in der Magazinstraße in Berlin-Mitte Farbbeutel und Steine gegen die Bußgeldstelle der Polizei. Auf der Kreuzung zündeten sie drei Autoreifen an. In der Rigaer Straße wurden Polizisten aus einer Gruppe von 25 Randalierern mit Steinen beworfen. Zwei Müllcontainer wurden auf die Straße gezogen und angezündet. Polizisten wurden aus einem Feuerlöscher mit Farbe besprüht und von einem Dach aus mit Steinen beworfen.
Zuvor hatten am Mittag zahlreiche Menschen gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien protestiert. Unter dem Motto «Stoppt den Krieg, Solidarität mit Rojava» waren laut Polizei 3500 Teilnehmer durch Berlin Mitte gezogen. Die Polizei hatte bei beiden Protestzügen rund 1500 Leute im Einsatz. Parallel lief am Samstag das Fußball-Lokalderby zwischen Union Berlin und Hertha BSC in Köpenick, wo ebenfalls ein Großaufgebot von 1100 Polizisten bereit stand.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) stellte sich nach den Attacken vor seine Beamten: «Ich verurteile aufs Schärfste die Gewalt, die der Polizei am Sonnabend vor allem in der Rigaer Straße entgegenschlug», sagte Geisel am Sonntag nach Angaben der Senatsverwaltung. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus machte den Innensenator für die Ausschreitungen verantwortlich.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. November 2019 08:33 Uhr

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