42-Jähriger gesteht: Partnerin mit Schere beinahe getötet

42-Jähriger gesteht: Partnerin mit Schere beinahe getötet

Nach einem beinahe tödlichen Angriff mit einer Schere auf seine Lebensgefährtin hat ein 42-Jähriger vor dem Berliner Landgericht die Tat gestanden.

Kriminalgericht Moabit

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Was er getan habe, tue ihm unendlich leid, erklärte der Angeklagte zu Prozessbeginn am Dienstag (29. Oktober 2019). Allerdings habe er keine konkreten Erinnerungen an die Tat. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus niederen Beweggründen aus. Anlass des Verbrechens im April 2019 in der gemeinsamen Wohnung in Spandau sei gewesen, dass die damals 41-Jährige den Geschlechtsverkehr verweigert habe.
Drei der vier Kinder der Frau waren den Angaben zufolge in der Wohnung, als es am Abend zum Angriff gekommen sei. Aus Wut über verweigerten Sex habe der Mann die Geschädigte im Badezimmer niedergestochen. Durch Stiche mit einer Schere in den Hals, in den Nacken, in den linken Oberschenkel sowie in den linken Arm habe er die Frau töten wollen, heißt es in der Anklage. Wegen des starken Blutverlustes sei es zudem zu einem regionalen Hirninfarkt gekommen.
Der aus Bulgarien stammende Angeklagte erklärte, er könne sich «nicht erinnern, sie wegen Sex schwer verletzt zu haben». Es habe seit längerem Probleme in der Beziehung gegeben. «Vielleicht gab ein Wort das andere, und ich bin ausgerastet.» Er sei froh, dass seine Lebensgefährtin überlebt habe.
Der Angeklagte und die Geschädigte seien seit 22 Jahren ein Paar, hieß es am Rande. Es sei bereits mehrfach zu häuslicher Gewalt gekommen. Der Prozess wird am 5. November fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. Oktober 2019 15:13 Uhr

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