Chebli will Zeichen gegen Antisemitismus vor Synagoge setzen

Chebli will Zeichen gegen Antisemitismus vor Synagoge setzen

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli ruft dazu auf, ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. «Ich möchte nicht, dass Juden in unserem Land Angst haben müssen. Lasst uns gemeinsam einen Schutzschirm gegen #Antisemitismus bilden», twitterte die SPD-Politikerin am Mittwoch nach den tödlichen Schüssen nahe der Synagoge in Halle/Saale. «Ich stelle mich daher heute ab 20 Uhr vor die Synagoge in der Oranienburger Straße. Kommt vorbei und zeigt Haltung!», kündigte Chebli unter dem Hashtag #WirstehenZusammen an.

Sawsan Chebli (SPD)

© dpa

Sawsan Chebli (SPD), Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales.

«Die Nachrichten aus #Halle sind der blanke Horror. Wir erleben Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland mittlerweile täglich. So darf, so kann es nicht weitergehen!», erläuterte die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales im rot-rot-grünen Senat in einem weiteren Tweet. «Diese Angriffe sind Angriffe auf uns alle. Alle sind gefragt, Antisemitismus mit aller Macht entgegenzuwirken.»
Nach den tödlichen Schüssen ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Mordes von besonderer Bedeutung. Ob es sich um eine antisemitische Tat handele, sei noch unklar, sagte ein Sprecher am Mittwoch. In Halle wurden nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen getötet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Oktober 2019 17:16 Uhr

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