Nach Vorfall vor Synagoge Details weiter unklar

Nach Vorfall vor Synagoge Details weiter unklar

Der Vorfall mit einem Messer vor der Neuen Synagoge in Berlin am Wochenende wirft weiterhin Fragen auf.

Neue Synagoge in Berlin

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Die Staatsanwaltschaft wollte sich am Montag (07. oktober 2019) auf Anfrage nicht zu den Ermittlungen wie etwa zum Motiv des 23-Jährigen, der am Freitag die Absperrung vor der Synagoge überwunden und ein Messer gezogen hatte, äußern. Der Mann war von Angestellten des Objektschutzes mit Pfefferspray überwältigt worden.

Motiv noch unklar

Nach früheren Polizeiangaben ließ sich das Motiv der Tat nach der Festnahme zunächst nicht klären. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes waren mehrere elektronische Geräte und Unterlagen beschlagnahmt worden. Am Samstagmorgen war er wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden.

Zentralrat der Juden: «Die rasche Freilassung des Täters ist unfassbar»

Der Zentralrat der Juden warf der Staatsanwaltschaft deshalb am Montag Fahrlässigkeit vor. «Die rasche Freilassung des Täters ist unfassbar. Ausgerechnet in Berlin, wo der Senat vor ziemlich genau einem Jahr eine Antisemitismus-Beauftragte der Generalstaatsanwaltschaft berufen hat, wird so fahrlässig mit einem Anschlagversuch auf eine Synagoge umgegangen», sagte der Präsident des Zentralrats der Juden Josef Schuster laut Mitteilung. Die Staatsanwaltschaft wollte sich auf Nachfrage auch zu den Vorwürfen nicht äußern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Oktober 2019 08:17 Uhr

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