Abgeordnetenhaus fordert Maßnahmen gegen Silvesterböllerei

Abgeordnetenhaus fordert Maßnahmen gegen Silvesterböllerei

Das Berliner Abgeordnetenhaus fordert vom Senat ein Maßnahmepaket gegen die teils ausufernde Silvesterböllerei. Ziel müsse sein, die durch Feuerwerkskörper verursachten Schäden an Menschen, Tieren und Gebäuden zu verringern, heißt es in einem mit den Stimmen von SPD, Linke und Grüne gefassten Beschluss vom Donnerstag. Gleiches gelte für die enorme Lärm-, Abgas- und Feinstaubbelastung für die Bevölkerung zum Jahreswechsel.

Sitzung Berliner Abgeordnetenhaus

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Die Abgeordneten nehmen an der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhaus teil. Foto: Britta Pedersen/Archivbild

Konkret soll der Senat Zonen schaffen, in denen zur Gefahrenabwehr besonders gefährliche Feuerwerkskörper der Klasse F2 verboten werden. Er soll zudem sorgen, den Feuerwerk-Verkauf in öffentlichen Liegenschaften komplett zu untersagen und beim Handel dafür zu werben, sehr laute Böller aus dem Sortiment zu nehmen. Zudem verlangt das Parlament eine Bundesratsinitiative: Durch Änderungen von Bundesgesetzen soll es Bezirken ermöglicht werden, Feuerwerk etwa in eng bebauten Kiezen einzuschränken.
Die Berliner Innenverwaltung hatte vor kurzem angekündigt, in der kommenden Silvesternacht Feuerwerk und Böller auf dem nördlichen Teil des Alexanderplatzes und an der Pallasstraße in Schöneberg zu verbieten und das auch durchzusetzen. Die beiden Zonen seien in den vergangenen Jahren in der Silvesternacht «Gefahrenbrennpunkte» gewesen. Auf der großen Silvester-Partymeile am Brandenburger Tor ist die Böllerei ohnehin untersagt. Etliche Redner in der Parlamentsdebatte wünschten sich eine - gegebenenfalls schrittweise - Ausweitung der Verbotszonen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. September 2019 16:40 Uhr

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