Wowereit: Akzeptanz von Drogen gesellschaftliches Problem

Wowereit: Akzeptanz von Drogen gesellschaftliches Problem

Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (65), empfindet die Akzeptanz von Drogen als gesellschaftliches Problem. «Drogen gibt es leider in unserer heutigen Gesellschaft viel zu viele in unterschiedlicher Form», sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend auf der «Bertelsmann Party 2019» in Berlin. «Leider haben sie auch eine gesellschaftliche Akzeptanz, die nicht gut ist. Daran muss man arbeiten, aber das kann nicht nur Politik alleine.»

Klaus Wowereit

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Klaus Wowereit, früherer Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Gregor Fischer/Archivbild

Beim Görlitzer Park in Berlin, einem bekannten Umschlagplatz für Drogen, sei es auch eine Frage der Akzeptanz. «Wenn Leute das gut finden und kaufen gehen, dann sind das nicht nur Drogendealer, sondern auch normale Leute», sagte Wowereit. «Da muss man ansetzen. Da muss man Aufklärung betreiben, auch für Jugendliche. Dass die gar nicht erst zu Drogen greifen.» Der Staat habe aber auch die Aufgabe, mit allen gesetzlichen Möglichkeiten dagegen vorzugehen. «Dealer und kriminelle Vereine, die damit ihr Geld verdienen, dürfen keine Chance haben.»
Wowereit war von 2001 bis 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 2009 bis 2013 einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. September 2019 05:00 Uhr

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