Schwarzarbeit mit Millionenschaden? Mann auf der Anklagebank

Schwarzarbeit mit Millionenschaden? Mann auf der Anklagebank

Weil er als Geschäftsführer einer Berliner Baufirma für Schwarzarbeit mit einem Schaden von rund 1,5 Millionen Euro verantwortlich sein soll, steht ein 52-Jähriger vor dem Landgericht der Hauptstadt.

Landgericht Moabit

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Dem Mann werden 51 mutmaßliche Taten zur Last gelegt. Er habe von Mai 2008 bis April 2010 diverse Arbeitnehmer schwarz beschäftigt und unter anderem Beiträge zur Sozialversicherung nicht ordnungsgemäß abgeführt, heißt es in der zu Prozessbeginn am Mittwoch (14. August 2019) verlesenen Anklage. Ob sich der 52-Jährige zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen.
Der Angeklagte soll als alleiniger Geschäftsführer agiert haben. Tatsächlich aufgewendeten Lohn von rund 3,1 Millionen Euro brutto habe er nicht in voller Höhe von der Buchhaltung des Unternehmens erfassen lassen, heißt es in der Anklage. Er habe dementsprechend zu niedrige Meldungen zur Sozialversicherung und zu Lohnsteuern abgegeben.
Die Staatsanwaltschaft war zunächst von 75 mutmaßlichen Taten ausgegangen. 24 Fälle seien allerdings im Vorfeld der Verhandlung eingestellt worden, teilte das Landgericht mit. Der Verteidiger rügte nach Verlesung der Anklage die Gerichtsbesetzung. Der Prozess wegen Vorenthaltens von Arbeitnehmerentgelten und Steuerhinterziehung wird am 19. August fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. August 2019 08:16 Uhr

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