Polizisten retten mutmaßlichen Räuber vor dem Ertrinken

Polizisten retten mutmaßlichen Räuber vor dem Ertrinken

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Taschenräuber aus dem Landwehrkanal in Kreuzberg vor dem Ertrinken gerettet.

Einzelnes Polizei-Blaulicht

© dpa

Eine 40 Jahre alte Beamtin wurde in der Nacht zu Sonntag (04. August 2019) am Tempelhofer Ufer ins Wasser hinabgelassen und hielt den Verdächtigen über Wasser, bis Rettungskräfte ihn aus dem Wasser zogen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach konnte der 21-Jährige nicht schwimmen. Er wurde an Land reanimiert und in ein Krankenhaus zur ambulanten Behandlung gebracht. Anschließend wurde er in Polizeigewahrsam genommen.
Ersten Erkenntnissen zufolge versuchte der Verdächtige einer 45-Jährigen in der Obentrautstraße Ecke Ruhlsdorfer Straße eine Tasche zu entreißen. Die Frau hielt die Tasche am Riemen fest. Es kam zu einer Rangelei. Der 21-Jährige schlug der Frau ins Gesicht und lief mit der Tasche davon. Ein 23-Jähriger verfolgte ihn.
Am Tempelhofer Ufer stieg der Verdächtige über die Absperrung und stürzte ins Wasser. Der 23-Jährige rief die Polizei. Die alarmierten Beamten warfen dem Ertrinkenden, der um Hilfe rief, einen Rettungsring zu und seilten die Polizistin zügig vier Meter tief ins Wasser ab. Der 21-Jährige kollabierte.
Die Angegriffene und die Polizistin blieben unverletzt. Die Berliner Polizeigewerkschaft (GdP) lobte das Engagement der Beamtin. Sie habe in einer nicht ganz ungefährlichen Situation eine selbstlose Entscheidung getroffen und dem Mann so vermutlich das Leben gerettet, teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. August 2019 08:35 Uhr

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