Brennende Autos am Wochenende: Polizei vermutet Brandstiftung

Brennende Autos am Wochenende: Polizei vermutet Brandstiftung

Am Wochenende sind in Berlin erneut mehrere Wagen in Flammen aufgegangen - in unterschiedlichen Stadtteilen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers

© dpa

Die Serie mutmaßlicher Brandstiftungen an Autos in Berlin reißt nicht ab. Am Wochenende sind erneut mehrere Wagen in Flammen aufgegangen, wie die Polizei mitteilte. Fünf Autos seien in den Nächten auf Samstag und Sonntag durch Feuer zerstört worden - in verschiedenen Stadtteilen. In diesem Jahr sind damit laut Polizei bereits mehr als 320 Fahrzeuge in Berlin abgebrannt. Etwa 190 seien direkt angezündet und etwa 130 durch übergreifende Flammen beschädigt oder zerstört worden.

Brennende Autos in Hellersdorf und Wedding

Am frühen Sonntagmorgen (04. August 2019) bemerkte ein Passant Rauchentwicklung auf einem Parkplatz in Hellersdorf und alarmierte die Feuerwehr. Diese löschte ein brennendes Auto. Die Hitzeeinwirkung beschädigte zudem das Fahrzeug, das daneben geparkt war. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. In der Nacht zu Samstag war bereits ein geparktes Auto in Wedding durch Feuer beschädigt worden. Ein vorbeifahrender Taxifahrer versuchte, die Flammen mit seinem Trinkwasser zu löschen. Gemeinsam mit zwei Passanten gelang es ihm, den Brand zu stoppen.

Neukölln und Spandau ebenfalls betroffen

Einige Stunden später brannten zwei Autos auf einem Parkplatz in Neukölln. Beide wurden völlig zerstört. Bei einem weiteren Auto war die Heckscheibe eingeschlagen. Am frühen Sonntagmorgen stand ein Auto in Spandau in Flammen, die Feuerwehr löschte. Die Polizei geht in allen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Polizei vermutet meist keine politischen Motive

Vor zwei Wochen hat die Polizei die Ermittlungsgruppe «Nachtwache» ins Leben gerufen. Fünf Beamte des Landeskriminalamtes sollen jetzt solche Brandstiftungen an Autos aufklären. Es soll auch mehr Streifen geben. Beim überwiegenden Teil der Angriffe vermuten die Ermittler keine politischen Motive.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. August 2019 08:45 Uhr

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