Revision nach Freispruch für Clan-Angehörigen beantragt

Revision nach Freispruch für Clan-Angehörigen beantragt

Der Freispruch eines Berliner Clan-Angehörigen vom Vorwurf des Mordes wird ein Fall für den Bundesgerichtshof. Die Staatsanwaltschaft habe Revision gegen das Urteil eingelegt, sagte eine Sprecherin am Donnerstag (18. Juli 2019).

Bundesgerichtshof

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Nach einem tödlichen Angriff auf einen 43-Jährigen in Britz mit einem Baseballschläger vor mehr als zwei Jahren hatte das Landgericht am Mittwoch einen 21-Jährigen freigesprochen. Im Urteil hieß es, die Tötung des 43-Jährigen, der aus einer anderen arabischen Großfamilie stammte, sei zwar eine brutale und menschenverachtende Tat. Sie sei dem Mann aber nicht nachzuweisen gewesen.
Danach kam es zu einem Tumult im Gerichtssaal. Der als Chef eines bekannten arabischstämmigen Berliner Clans geltende Vater des 21-Jährigen schrie in Richtung des Staatsanwalts, bis ihn Angehörige und Justizwachtmeister auf den Flur drängten. Der Staatsanwalt hatte achteinhalb Jahre Jugendstrafe wegen Totschlags gefordert.
Für Ermittlungen gegen den Vater wegen Bedrohung oder Beleidigung sehe die Staatsanwaltschaft keinen rechtlichen Grund, sagte die Sprecherin.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Juli 2019 13:43 Uhr

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