Messerstecherei nach Club-Besuch: Angeklagter gibt Stich zu

Messerstecherei nach Club-Besuch: Angeklagter gibt Stich zu

Nach einem beinahe tödlichen Streit in der Nähe einer Bar in Hohenschönhausen hat ein 35-Jähriger vor dem Landgericht einen Messerstich zugegeben.

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Weil ihn mehrere Männer bedroht hätten, habe er aus Angst zugestochen, erklärte der Angeklagte am Donnerstag (20. Juni 2019) zu Prozessbeginn. Er habe sich in dem Streit vor acht Monaten nicht anders zu helfen gewusst. Der 28 Jahre alte Geschädigte wurde lebensgefährlich im Oberkörper verletzt.
Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Totschlag aus. Als es am Morgen des 7. Oktober 2018 in der Ribnitzer Straße zu einer wechselseitigen Auseinandersetzung kam, habe der 35-Jährige zugestochen und dabei tödliche Verletzungen mindestens billigend in Kauf genommen. Weitere Stiche habe das Opfer mit einem Mülleimer abwehren können.
Der Angeklagte sagte, er sei zunächst mit zwei Freunden in einer nahegelegenen Bar gewesen. Weil sich einer seiner Begleiter angeblich einer Schwester des Geschädigten genähert habe, sei es zu einem Streit gekommen. «Der Geschädigte und ich wollten zwischen den Gruppen schlichten», so der 35-Jährige. In der Bar habe das auch funktioniert. Auf dem Gehweg sei er dann ungewollt auf die etwa fünfköpfige Gruppe um den 28-Jährigen gestoßen. «Sie kamen alle aggressiv auf mich zu.» Nach zwei Faustschlägen in sein Gesicht habe er das Messer gezogen. Der Prozess wird am 27. Juni fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Juni 2019 15:40 Uhr

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