Bundesländer fordern Vernetzung beim Kampf gegen Clans

Bundesländer fordern Vernetzung beim Kampf gegen Clans

Im Kampf gegen kriminelle Clan-Mitglieder verlangen mehrere betroffene Bundesländer eine stärkere Zusammenarbeit. Dabei gehe es um Erfahrungsaustausch, die Abstimmung von Maßnahmen und die Einbeziehung des Bundeskriminalamtes (BKA), erklärten die Innenminister und zuständigen Behörden von NRW, Berlin und Bremen vor der Innenministerkonferenz, die das Thema ab dem 12. Juni auf der Tagesordnung hat. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) brachte auch Europol, die Polizei der EU, ins Spiel. Das BKA hatte bereits ein Lagebild zu kriminellen Mitgliedern der arabischstämmigen Clans angekündigt.

Shisha-Bar

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Polizisten sichern während einer Razzia von Zoll und Polizei eine Shisha-Bar. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Die Aktivitäten krimineller Clans machen an Bundesländergrenzen nicht halt, also dürfen es die Ermittler auch nicht tun.» Daher müssten sich die Polizeibehörden «dringend besser vernetzen». Nötig sei zum Beispiel ein einheitliches, bundesweites Lagebild.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 9. Juni 2019 09:30 Uhr

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