Innensenator: Europol muss Kampf gegen Clans unterstützen

Innensenator: Europol muss Kampf gegen Clans unterstützen

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat für den Kampf gegen kriminelle Clans einen verstärkten Austausch zwischen den Bundesländern sowie eine abgestimmte Strategie auf Bundesebene gefordert. Auch Europol müsse mit einbezogen werden, um auch auf europäischer Ebene vernetzt zu sein mit den Staaten, die von diesem Kriminalitätsphänomen betroffen seien, teilte Geisel der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld der Innenministerkonferenz ab dem 12. Juni in Kiel mit. Dort steht das Thema Clans auf der Tagesordnung.

Andreas Geisel

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Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin. Foto: Paul Zinken/Archiv

Geisel betonte: «Wir müssen uns national und international stärker mit diesem Thema beschäftigen, weil es hier nicht nur um spektakuläre Straftaten geht, sondern auch um den kalkulierten Bruch mit den geltenden Regeln, der die Werte unseres friedlichen Zusammenlebens infrage stellt.» Das habe Auswirkungen auf das Sicherheitsempfinden der Bürger. «Hier stehen wir alle in der Verantwortung.»
Geisel verwies auf den Berliner 5-Punkte-Plan zur Bekämpfung der Clankriminalität und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Organisierte Kriminalität. Zentraler Baustein des Konzepts ist die ressortübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Behörden: Polizei, Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung, Gewerbeaufsicht, Jobcenter. Dazu kommt die konsequente Verfolgung auch von kleineren Regelverstößen und die Einziehung von Vermögen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 9. Juni 2019 08:40 Uhr

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