Experten: Kampf gegen Clans braucht Geduld und Ausdauer

Experten: Kampf gegen Clans braucht Geduld und Ausdauer

Das Vorgehen gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans kann Experten zufolge nur mit viel Geduld, Ausdauer und Spezialisten bei der Kriminalpolizei erfolgreich sein.

Sebastian Fiedler

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Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

Das betonten der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, und der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, wenige Tage vor der Konferenz der deutschen Innenminister, die sich ab dem 12. Juni in Kiel mit dem Thema befassen. Das Problem sei nicht in fünf Jahren erledigt, sagte Fiedler der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn wir in zehn Jahren Erfolge sehen, haben wir einiges richtig gemacht.»
Malchow betonte: «Wir haben gefestigte Strukturen. Auch Razzien, Beschlagnahmungen und Verurteilungen führen nicht sofort dazu, dass deren Geschäftsmodell endet.» Die Polizei benötige viel Zeit. «Das ist sehr langwierig, weil die Clans abgeschottet sind, konspirativ und auf Arabisch kommunizieren, verschlüsselte Chatdienste nutzen, und Zeugen bedroht werden.»
Die Innenministerkonferenz will das Vorgehen gegen Clans besser zwischen den Bundesländern koordinieren. Berlin stellt dazu seinen Fünf-Punkte-Plan aus dem November 2018 vor. Darin geht es um die enge Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaften, Jobcentern und Steuerfahndern sowie um Eingreifen schon bei kleinen Delikten, damit der Staat nicht als wehrlos erscheint.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Juni 2019 08:31 Uhr

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