Mann in Wohnung zu Tode geprügelt? Angeklagter schweigt

Mann in Wohnung zu Tode geprügelt? Angeklagter schweigt

Sechs Monate nach einer tödlichen Prügelattacke gegen einen 42 Jahre alten Mann in Berlin-Mitte hat der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht geschwiegen. Er soll den Geschädigten in dessen Wohnung über Stunden hinweg getreten, geschlagen und mit kochendem Wasser übergossen haben. Zudem habe er ein Sofa auf den Brustkorb seines gleichaltrigen Bekannten fallen lassen, heißt es in der am Freitag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage wegen Totschlags.

Die Statue Justitia

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Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archivbild

Die beiden Männer sowie die Freundin des später Getöteten sollen in der Wohnung gewesen sein, als es am 5. Dezember 2018 einen Streit gegeben habe. Ein Polizist sagte als Zeuge, nach damaligen Angaben der Frau sei es um Gegenstände gegangen, die der Angeklagte im Keller des Opfers gelagert hatte. Weil die Dinge nicht mehr da gewesen seien, sei es laut Aussage der Frau zu Gewalt gekommen.
Über einen Zeitraum von mehr als 15 Stunden soll der Angeklagte den Geschädigten und auch dessen Freundin attackiert haben. Der Mieter der Wohnung habe tödliche Hirnblutungen erlitten und sei noch am Tatort gestorben. Die 44-jährige Frau sei durch Schläge mit einem Stuhl, einem Sessel sowie mit Bierflaschen verletzt worden. Als die Polizei in die Wohnung kam, habe der Angeklagte alkoholisiert auf der Couch gelegen. Der Prozess wird am 5. Juni fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Mai 2019 15:00 Uhr

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