Nachbarschaftsmobbing in Spandau: Polizei ermittelt

Nachbarschaftsmobbing in Spandau: Polizei ermittelt

Ein massiver Fall von Nachbarschaftsmobbing in Spandau mit Bezug zu einem arabischstämmigen Clan beschäftigt die Berliner Polizei.

Polizei Blaulicht

© dpa

Laut einem «Spiegel»-Bericht erstellten die betroffenen Hausbewohner in Spandau eine Liste mit 265 Mobbingvorfällen in den vergangenen drei Jahren. Das provokative Verhalten des verdächtigen Mannes wird auch durch sein Verhalten gegenüber der Polizei deutlich: Während Polizeipressesprecher Thilo Cablitz in Uniform vor der Kamera von «Spiegel TV» über die Ermittlungen berichtet, kommt der Mann mit Sonnenbrille dazu, stellt sich unmittelbar daneben und starrt schweigend in die Kamera.

Körperverletzung und zerstochene Autoreifen

Cablitz bestätigte auf Anfrage, die Polizei ermittele wegen Körperverletzung und Verletzung des Briefgeheimnisses. Es gebe eine ganze Reihe von Anzeigen. Laut dem Bericht litten die Nachbarn unter Angriffen, Bedrohungen, zerstochenen Autoreifen und zerkratzten Autotüren sowie beschädigten Wohnungstüren. Die Wohnung, die der Verdächtige in dem Haus bewohnt, soll bereits 2017 wegen des Verdachts auf Geldwäsche von der Staatsanwaltschaft vorläufig beschlagnahmt worden sein.

Beziehungen zu arabischstämmigem Clan

Der Mann, der wegen zahlreicher Vorfälle polizeibekannt ist, soll Beziehungen zu einem bekannten arabischstämmigen Clan haben. Der Berliner Senat hatte in Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz im vergangenen Jahr einen Fünf-Punkte-Plan im Kampf gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans beschlossen. Dazu gehört auch das Eingreifen und Durchsetzen des Rechts bei kleineren Taten wie Körperverletzung, Nötigung und Diebstahl.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Mai 2019 14:54 Uhr

Weitere Polizeimeldungen