Vorfälle auf palästinensischem Fest: Ermittlungen laufen

Vorfälle auf palästinensischem Fest: Ermittlungen laufen

Nach Übergriffen auf einem palästinensischen Fest am Samstag vor einer Woche in Berlin-Neukölln ermittelt der Staatsschutz auch wegen eines Nazi-Symbols. Auf dem Festgelände soll ein auf Israel bezogenes Plakat mit einer SS-Rune platziert worden sein, teilte die Polizei am Sonntag mit. Außer zu dem Symbol werde auch wegen der Angriffe mit mehreren Verletzten ermittelt.

Am Rande des Festes auf dem Hermannplatz hatte ein 26-jähriger Mann nach Polizeiangaben «Pro-Israel-Rufe» skandiert. Daraufhin habe es «einen Tumult gegeben», bei dem zwei Teilnehmer der Veranstaltung und der 26-Jährige verletzt worden seien. Die Zeitung «Jüdische Allgemeine» hatte darüber berichtet. Der genaue Hergang war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. Die «Berliner Morgenpost» hatte am Tag der Kundgebung unter anderem von dem Plakat berichtet.
Fünf Anzeigen wurden laut Polizei aufgenommen, unter anderem wegen Körperverletzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. «Das Fest war als gewerbliche Folklore-Veranstaltung angemeldet und nicht als politische Demonstration», sagte ein Sprecher der Polizei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 12. Mai 2019 16:30 Uhr

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