Nachbarin erwürgt und Konto geplündert: Elf Jahre Gefängnis

Nachbarin erwürgt und Konto geplündert: Elf Jahre Gefängnis

Zehn Monate nach dem Fund einer toten Berlinerin in Thüringen ist ein Nachbar der 49 Jahre alten Frau zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Berlin"

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Das Landgericht der Hauptstadt sprach den 42-Jährigen am Montag (06. Mai 2019) des Totschlags und des Betrugs schuldig. In einem Streit habe er seine Nachbarin und Geliebte spontan attackiert, begründeten die Richter ihr Urteil. Der Angeklagte habe verhindern wollen, dass seine Ehefrau von der heimlichen Affäre mit der Geschädigten erfährt. Mit der Geldkarte des Opfers habe er in den Wochen nach der Tötung fast 16 000 Euro von ihren Konten abgehoben.
Der zuletzt arbeitslose Deutsche habe seine Nachbarin im Juni 2018 in ihrer Wohnung in Reinickendorf erwürgt, hieß es im Urteil. Die Leiche habe er in einem Rollkoffer mit einem Auto nach Thüringen transportiert. Dort habe er das Opfer an einem Feldweg in einer Senke im Saale-Holzland-Kreis nahe der Autobahn 9 versteckt. Anfang Juli entdeckte ein Spaziergänger die stark verweste und zum Teil vergrabene Tote.
Der Staatsanwalt hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes verlangt. Der Verteidiger plädierte auf einen Schuldspruch wegen Totschlags. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. Mai 2019 14:56 Uhr

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