Mordversuch nach Streit im Hausflur? Angeklagter schweigt

Mordversuch nach Streit im Hausflur? Angeklagter schweigt

Weil sich ein Mieter über Cannabisgeruch und Lärm im Hausflur beschwert hatte, soll ihn ein 22-Jähriger mit einem Messer angegriffen haben.

Kriminalgericht Moabit

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Ein Jahr nach den beinahe tödlichen Stichen gegen einen damals 42 Jahre alten Mann in Pankow schwieg der mutmaßliche Täter am Donnerstag (02. Mai 2019) zu Prozessbeginn vor dem Landgericht. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord: Heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen habe der 22-Jährige versucht, den Mieter zu töten.
Das Opfer soll den Angeklagten, der bei einem Nachbarn des 42-Jährigen zu Gast gewesen sei, wenige Minuten vor der Tat wegen Lärms und Drogengeruchs im Hausflur zur Rede gestellt haben. Aus Wut darüber habe der 22-Jährige Mann vor dem Wohnhaus von hinten angegriffen. Mehrfach habe er auf den 42-Jährigen eingestochen und dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen, heißt es in der Anklage. Der Geschädigte habe vier Schnitt- und Stichverletzungen erlitten. Lunge und Herz seien nur knapp verfehlt worden.
Der vorbestrafte Angeklagte muss sich in dem Prozess zudem wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Drogenhandels verantworten. Im September 2017 soll er in einem Bus gepöbelt und den Fahrer sowie einen Fahrgast geschlagen haben. Im Juli 2018 stellte die Polizei laut Anklage bei dem 22-Jährigen verschiedene Drogen sicher. Der Prozess wird am 14. Mai fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Mai 2019 16:42 Uhr

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