Müller: Antisemiten keinen Raum überlassen

Müller: Antisemiten keinen Raum überlassen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. Es sei äußerst positiv, wenn aus der Mitte der Gesellschaft immer wieder eine «starke Gegenreaktion» auf alle Formen von Judenfeindlichkeit komme, sagte Müller am Donnerstag bei einem Besuch der Dauerausstellung im Centrum Judaicum. «Denen, die übergriffig sind, überlässt man den Raum nicht.»

Michael Müller (SPD)

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Michael Müller (SPD), Bürgermeister von Berlin, spricht auf der Kundgebung der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit. Foto: Monika Skolimowska

Mit der Berufung eines Antisemitismusbeauftragten sollten nun die Aktivitäten der Behörden gebündelt werden. Der oder die neue Beauftragte solle das Thema außerdem in die Öffentlichkeit bringen. Das Landeskonzept zum Kampf gegen Antisemitismus sieht neben dem Beauftragten eine bessere Erfassung antisemitischer Straftaten und deren konsequente Ahndung vor.
Müller äußerte sich beeindruckt von der Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in der Oranienburger Straße. Es sei wichtig, den Besuchern aus dem In- und Ausland immer wieder die Schrecken des Nationalsozialismus deutlich zu machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Mai 2019 15:40 Uhr

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