Vorfälle bei Intensivpflege: Beatmungsschläuche manipuliert?

Vorfälle bei Intensivpflege: Beatmungsschläuche manipuliert?

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob im Berliner Zentrum für Beatmung und Intensivpflege Schläuche bei Patienten manipuliert worden sind. Es würden Fälle geprüft, in denen Beatmungsschläuche nicht so fixiert waren, wie es sein sollte, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag. Demnach sollen mindestens zwei Patienten betroffen gewesen sein. Ob die Schläuche durchgeschnitten wurden, sei unklar. Möglich seien auch Fehler beim Anbringen. Das Zentrum habe die Vorfälle vom März und April selbst gemeldet.

Nach einem Bericht der Hamburger «Morgenpost» ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Hansestadt nach einem Todesfall im dortigen Zentrum für Beatmung und Intensivpflege. Vermutlich war eine Wachkoma-Patientin zu heiß gebadet worden. Wegen eines technischen Defekts soll zu viel heißes Wasser in die Wanne nachgelaufen sein.
In Berlin sind laut Staatsanwaltschaft keine Patienten durch die Vorfälle mit den Schläuchen zu Schaden gekommen. «Es bestand keine Lebensgefahr.» Es gebe auch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Hamburger Fall, sagte die Sprecherin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 17:10 Uhr

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