Messerstecherei am Teufelsberg: Angeklagter gibt Tat zu

Messerstecherei am Teufelsberg: Angeklagter gibt Tat zu

Nach beinahe tödlichen Messerstichen auf einen 19 Jahre alten Mann am Teufelsberg in Grunewald hat ein 17-jähriger Angeklagter die Tat gestanden.

Urteil über Selbstständigkeit

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Ein Anwalt des Jugendlichen erklärte zu Prozessbeginn am Donnerstag (25. April 2019), sein Mandant habe aus Angst mehrfach zugestochen. Er sei angegriffen und von mehreren Männern geschlagen worden. Ein Mitangeklagter 18-Jähriger, der dem Geschädigten kurz vor der Messerstecherei im August 2018 einen Faustschlag versetzt haben soll, schwieg zunächst.
Die Anklage gegen den 17-Jährigen lautet auf versuchten Totschlag. Dem Mitangeklagten wird Körperverletzung zur Last gelegt. Zu der Auseinandersetzung sei es am Rande einer Tanzveranstaltung gekommen. Zunächst habe der 18-Jährige den Geschädigten geschlagen, weil dieser ihn versehentlich angerempelt habe. Unmittelbar darauf habe der 17-Jährige das Opfer zu Boden gerissen. «In der sich anschließenden Auseinandersetzung stieß er dem Geschädigten ein Klappmesser insgesamt fünf Mal in den Rücken», so die Anklage. Der 19-Jährige sei lebensgefährlich verletzt worden.
Der 17-Jährige erklärte über seine Verteidiger, er sei erheblich alkoholisiert gewesen. Grundlos habe ihn der 19-Jährige angegriffen. Als er auf dem Boden lag und von dem Geschädigten sowie zwei weiteren Männern geschlagen worden sei, habe er das Messer gezogen. «Es tut mir leid, dass es zu so schweren Verletzungen gekommen ist», sagte der 17-Jährige. Der Prozess wird am 9. Mai fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. April 2019 16:40 Uhr

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