Daten-Diebstahl: IT-Experte und Lobbyist verurteilt

Daten-Diebstahl: IT-Experte und Lobbyist verurteilt

Weil sie vertrauliche Daten im Bundesgesundheitsministerium ausspähten, sind ein IT-Experte und ein damaliger Lobbyist zu Geldstrafen verurteilt worden.

Blick auf einen Bildschirm

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Serienmäßig seien in der Zeit von 2009 bis 2012 E-Mail-Postfächer von Mitarbeitern der Behörde abgeschöpft worden, begründete das Landgericht Berlin am Mittwoch (10. April 2019).

Geld- und Haftstrafen für die Angeklagten

Der damalige Systemadministrator, der externer Mitarbeiter war, habe für weitergegebene Interna mindestens 18 600 Euro von dem Mitangeklagten erhalten. Der für Apotheker tätige Lobbyist erhielt eine Strafe von 66 000 Euro. Gegen den IT-Experten, der weiterer Straftaten schuldig gesprochen wurde, erging eine Gesamtstrafe von einem Jahr und elf Monaten Haft auf Bewährung.

Prozess dauerte 15 Monate

Das Urteil fiel mehr als sechs Jahre nach Bekanntwerden des Verdachts und einem 15-monatigen Prozess. Es seien passwortgeschützte E-Mail-Postfächer auf Staatssekretärsebene ausgespäht worden, so das Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Lobbyist - einst Pressesprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) - einen Wissensvorsprung bei Gesetz- und Verordnungsentwürfen des Ministeriums verschaffen wollte. Der Ankläger hatte für die angeklagten Fälle des Daten-Diebstahls auf Geldstrafen plädiert. Die Verteidiger forderten Freispruch und kündigten bereits Revision an.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. April 2019 15:56 Uhr

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