Tausendfacher Kindesmissbrauch? Prozess am Landgericht

Tausendfacher Kindesmissbrauch? Prozess am Landgericht

Weil er drei Schwestern in mehr als 1000 Fällen sexuell missbraucht haben soll, steht ein 51-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

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Mitangeklagt ist die Mutter der Kinder. Die 55-Jährige soll ihre minderjährigen Töchter jahrelang dem 51-Jährigen zur Verfügung gestellt und die Mädchen überredet haben, die sexuellen Handlungen über sich ergehen zu lassen. Auf Antrag der Nebenklage hat das Gericht zu Prozessbeginn am Donnerstag noch vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit ausgeschlossen.
Bei dem Mann aus Schöneberg soll es sich um den Adoptivbruder der 55-jährigen Frührentnerin handeln. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Taten im Jahr 2006 begonnen hätten. Elf Jahre lang sei es bis 2017 zu Übergriffen gekommen. Eines der Kinder soll sich schließlich offenbart haben. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen, schweren Kindesmissbrauch sowie Herstellung von Kinderpornografie.
Die Angeklagten wurden im September 2018 festgenommen. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die 55-Jährige wurde zunächst verschont. Sie sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.
Der Prozess läuft auf Antrag der Nebenklage für die Dauer der Hauptverhandlung hinter verschlossenen Türen. Bereits durch die Verlesung der 57-seitigen Anklage könnten Persönlichkeitsrechte der von ihr vertretenen Schwestern verletzt werden, sagte eine Anwältin. Für den Prozess sind 15 weitere Tage bis zum 21. Juni vorgesehen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 13:20 Uhr

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