Razzia gegen Clan-Kriminalität in Neukölln: Kritik von FDP

Razzia gegen Clan-Kriminalität in Neukölln: Kritik von FDP

Nach einer erneuten Razzia der Polizei gegen kriminelle Clans in Berlin-Neukölln hat der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe von einer Showveranstaltung gesprochen. «Statt die Kriminalität an der Geldquelle - im Drogenhandel und der illegalen Zwangs- und Straßenprostitution - zu bekämpfen, veranstaltet der Innensenator einmal mehr zweifelhafte PR-Termine», teilte Luthe am Donnerstag mit. Die eingesetzten Polizisten würden im Görlitzer Park, wo Rauschgift verkauft wird, und in der Kurfürstenstraße beim Straßenstrich fehlen. «Die Polizei ist kein PR-Mittel - das sollte Herr Geisel eigentlich von seinem Vorgänger gelernt haben.»

Die Polizei war am Mittwoch mit einem Großeinsatz gegen organisierte Kriminalität in Neukölln und Mitte vorgegangen. 340 Polizisten, Staatsanwälte, Steuerfahnder, Zöllner und das Ordnungsamt durchsuchten Shisha-Bars, diverse Juweliergeschäfte und Reisebüros. Experten des Bundeskriminalamts prüften, ob Ausweise von kontrollierten Menschen echt waren.
Es ging laut Polizei unter anderem um Geldwäsche und illegale Kreditvergabe. Zwei Tresore wurden durchsucht. Dabei wurde Bargeld in fünfstelliger Höhe gefunden und wegen des Verdachts auf Geldwäsche beschlagnahmt. Es gab Anzeigen wegen Urkundenfälschung, Verstoßes gegen die Gewerbeordnung und das Versicherungsgesetz und Fahren ohne Führerschein. Die Polizei beschlagnahmte zwei Autos. Innensenator Andreas Geisel (SPD) zeigte sich am Abend am Einsatzort. Ergebnisse wollte die Polizei am (heutigen) Donnerstag bekanntgeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. März 2019 11:50 Uhr

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