Hunderttausende Euro erschlichen? Anlageberater angeklagt

Hunderttausende Euro erschlichen? Anlageberater angeklagt

Gegen einen Finanzberater, der Anleger um 765 000 Euro geprellt haben soll, hat am Mittwoch der Prozess vor dem Landgericht Berlin begonnen.

Landgericht Berlin

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Der 68-Jährige soll sich in zehn Fällen Darlehen gewähren lassen und im Gegenzug eine lukrative Verzinsung zwischen 8 und 15 Prozent versprochen haben. Statt die Beträge vereinbarungsgemäß anzulegen, habe er das Geld «zweckentfremdet» genutzt, heißt es in der am Mittwoch (27. Februar 2019) zu Beginn der Verhandlung verlesenen Anklage. Ob sich der damalige Vermögensverwalter und Finanzberater zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen.
Der Mann hat laut Anklage in der Zeit von Oktober 2010 bis Juli 2014 von Berlin und Mallorca aus agiert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er das von zehn Kunden erhaltene Geld im Wege des sogenannten Schneeballsystems zur Begleichung von Ansprüchen anderer Anleger sowie zur Finanzierung seines eigenen Lebensunterhalts nutzte. Rund 90 000 Euro habe der Angeklagte zurückgezahlt.
Das Verfahren gegen ihn hatte nach Justizangaben mit Ermittlungen der Polizei in Liechtenstein begonnen. Damals soll der 68-Jährige erklärt haben, er habe ihm anvertrautes Geld bei Spekulationsgeschäften verloren. Für den Prozess wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz sind neun weitere Tage bis Anfang Mai 2019 terminiert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. Februar 2019 16:28 Uhr

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