Überfall am Geldautomaten: Angeklagter legt Geständnis ab

Überfall am Geldautomaten: Angeklagter legt Geständnis ab

Nach einem Überfall auf eine 54 Jahre alte Frau an einem Geldautomaten in Kreuzberg hat ein Angeklagter vor dem Landgericht gestanden.

Eine Bronzestatue der Justitia

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Er habe sich spontan zu der Tat entschlossen, weil er Geld brauchte, erklärte der 30-Jährige zu Prozessbeginn am Donnerstag (31. Januar 2019). Die Frau, die gerade am Bankautomaten stand, habe sich heftig gewehrt und geschrien. Er habe an ihren Haaren gezogen und ihr Portemonnaie mit 30 Euro erbeutet.
Es war gegen 21.30 Uhr, als die Geschädigte am 22. Oktober 2017 im Vorraum einer Postbankfiliale an einen Geldautomaten trat. Der 30-Jährige und ein bislang unbekannter Mittäter hätten sich der Frau von hinten genähert, heißt es in der Anklage. Die 54-Jährige habe gerade Geld abheben sollen, das dann aber abgebrochen. Als sie die Filiale verlassen wollte, sei sie attackiert worden.
«Wir haben gekämpft. Mein Mantel zerriss, meine Börse schlitterte durch den Raum», schilderte die Frau im Prozess. Ein Passant habe die Rangelei bemerkt und lautstark «Polizei, Polizei» gerufen. Die Täter hätten von ihr abgelassen. Der Kampf habe etwa vier Minuten gedauert. Die psychischen Folgen seien für sie bis heute erheblich.
Der vorbestrafte Angeklagte sagte, er habe damals Heroin und weitere Drogen konsumiert. Auch die erbeuteten 30 Euro habe er sofort für Rauschgift ausgegeben. Der Prozess wegen Raubes und Körperverletzung wird am 5. Februar fortgesetzt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Januar 2019 15:32 Uhr

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