Tödlicher Kopfschuss von 1999: 60 Hinweise eingegangen

Tödlicher Kopfschuss von 1999: 60 Hinweise eingegangen

Wo ist der Mann, der 1999 einem Medikamentenhändler in Zehlendorf in den Kopf geschossen haben soll?

Polizei Blaulicht

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Seit Beginn einer öffentlichen Fahndung vor rund drei Wochen haben sich weitere Hinweisgeber zu dem mutmaßlichen Mörder bei der Polizei gemeldet. Die Zahl der Rückmeldungen bei der Suche nach dem Mann namens Vladimir Svintkovski habe sich inzwischen auf 60 erhöht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Berlin auf Anfrage mit.
«Wir gehen diesen Hinweisen natürlich akribisch nach», sagte eine Polizeisprecherin. Viele Menschen hätten sich nach der Vorstellung des Falles in der TV-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» Anfang Januar gemeldet. Ob eine heiße Spur darunter sei, könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von bis 10 000 Euro ausgesetzt. Der 67 Jahre alte Tatverdächtige wird mit internationalem Haftbefehl gesucht, wie die Behörden am 7. Januar bekanntgaben.
Dazu veröffentlichte Fotos aus den 90er Jahren zeigen einen Mann mit rotem Haar und Bart. Die Ermittlungsbehörden beschrieben den Gesuchten allerdings als «Verwandlungskünstler», der möglicherweise heute anders aussehe. Er habe verschiedene Perücken genutzt und möglicherweise auch sein Gesicht operieren lassen: «Durch ein Face-Lifting könnte er deutlich jünger aussehen», heißt es in der Beschreibung. Auch lebe er womöglich unter anderen Personalien.
Der gebürtige Pole mit russischen Wurzeln war in den 90er Jahren in Berlin schon einmal im Visier der Ermittler: Er war wegen Doppelmordes angeklagt, wurde aber freigesprochen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Januar 2019 08:53 Uhr

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