Mädchen aus Nachbarschaft missbraucht? Angeklagter schweigt

Mädchen aus Nachbarschaft missbraucht? Angeklagter schweigt

Weil er vier Mädchen aus seiner Nachbarschaft in Berlin-Steglitz sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 47-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann 179 mutmaßliche Taten zur Last. Zu den Übergriffen sei es in der Zeit von Januar 2011 bis März 2018 gekommen. Zu Prozessbeginn am Dienstag hüllte sich der Angeklagte zunächst in Schweigen.

Sexueller Missbrauch

© dpa

Eine Puppe liegt am Straßenrand. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Die Mädchen sollen acht bis zehn Jahre alt gewesen sein, als es in der Wohnung des Mannes zu Übergriffen gekommen sei. Die Kinder aus der Nachbarschaft hätten immer wieder bei dem Mann übernachtet, der bei den Familien der Geschädigten als freundlich und vertrauenswürdig galt. Eines der Mädchen habe sich über einen längeren Zeitraum zweimal monatlich bei dem 47-Jährigen aufgehalten.
Die Anklage gegen den 47-Jährigen, der sich in Untersuchungshaft befindet, lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Gegenüber der Polizei hatte der Mann nach Justizangaben keine Angaben gemacht zu den Vorwürfen gemacht. Ob er sich zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht äußern wird, blieb zunächst offen. Für den Prozess sind 16 weitere Verhandlungstage bis zum 4. April vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Januar 2019 16:50 Uhr

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