Kindesmissbrauch in WG: 47-Jähriger zu Haftstrafe verurteilt

Kindesmissbrauch in WG: 47-Jähriger zu Haftstrafe verurteilt

Ein 47-Jähriger ist am Landgericht Dresden wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in 398 Fällen zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Mit seinem umfassenden Geständnis habe der Angeklagte dem Opfer eine Vernehmung im Gericht erspart, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Ziegel. Das Urteil ist Ergebnis einer Verfahrensabsprache. Der gebürtige Brandenburger hatte zum Prozessauftakt am 5. November ein Geständnis abgelegt.

Bronzestatue der Justitia

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann ursprünglich Kindesmissbrauch in 835 Fällen vorgeworfen, die Jugendkammer folgte eher den Angaben des Angeklagten. Eine andere Aufklärung sei nach Angaben der Ermittler heute nicht mehr möglich, hieß es.
Der 47-Jährige soll sich zwischen 2011 und 2015 in einer Dresdner Wohngemeinschaft an der heute 14-Jährigen hundertfach vergangen haben. In der WG lebte der Angeklagte zusammen mit den Eltern des Opfers. Nach seinem Wegzug im Jahr 2015 kam es bis Mai 2018 zu drei weiteren Missbrauchsfällen. Das Mädchen hatte sich erst Anfang Mai zwei Mitschülerinnen offenbart.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 16. November 2018 15:50 Uhr

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